Zusammenfassung in drei Sätzen:

In unserer Region gibt es in Hutthurm eine hochmoderne Membranfiltrationsanlage für kommunale Abwässer, welche auch Mikroplastik filtern können müsste. Wir untersuchten den Gehalt von Mikroplastik mit einer neuen Methode, die die Kunststoffmasse und nicht die Teilchenanzahl angibt. Letztlich konnten wir die Wichtigkeit der Membranfiltration und die Vorteile unserer Untersuchungsmethode belegen.

Projektbeschreibung:

Der Kern unserer Arbeit liegt in der Frage, wie man Mikroplastik von Sand unterscheiden kann und es somit in der Zukunft erleichtern kann, die Plastikverunreinigungen im Wasser festzustellen. Diese Frage begründet sich auf dem Problem, dass die Umwelt einen großen Schaden aus der Verseuchung durch Mikroplastik zieht. Doch damit das Mikroplastik nicht im geklärten Abwasser in die Gewässer gelangt, muss es herausgefiltert werden. Die Kläranlage Hutthurm hat hierfür ein spezielles Verfahren, welches wir auf die Probe stellten. Wir entnahmen vor Ort Proben des Klärschlamms und starteten Versuche um herauszufinden, ob sich Plastikteilchen darin befanden. Doch die Unterscheidung von Sandpartikeln und Mikroplastik ist nicht einfach. Schließlich kamen wir auf die Methode der Destillation, bei der der Klärschlamm in einem Lösungsmittel (Cyclohexanon) gelöst und dann erhitzt wird, um anschließend abdestilliert zu werden. Das Resultat ist das zurückbleibende Mikroplastik. Bevor wir die Methode an „echten“ Proben anwandten, mischten wir eigene Sand-Plastik-Proben, bei den wir den genauen Plastikgehalt wussten. Dies machten wir, um feststellen zu können, ob unsere Methode funktionierte. Die Methode wurde durch viele weitere Versuche und Destillationsvorgänge immer ausgereifter und unser weiteres Ziel ist es die Methode weiter zu verfeinern, sodass immer genauere Messwerte herauskommen können. Mit unserer Arbeit zu Mikroplastik stellen wir eine einfache und schnelle Methode zur Erfassung von Mikroplastik vor. Aktuell wird für die Erfassung die Infrarotspektroskopie verwendet, diese kann zwar die genaue Plastikart unterscheiden, aber ist sehr zeitaufwendig und manche Partikel sind wegen ihrer Farbe schwer messbar.